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SES Astra rechtfertigt geplante HDTV-Gebühr ...

Der Satellitenkonzern SES Astra verteidigt seine umstrittenen Pläne zur Einführung einer HDTV-Gebühr über die eigene Plattform HD Plus.

HD Plus sei ein frei empfangbares Fernsehen - geplant sei lediglich eine Servicegebühr, die sich auf den Empfang des Angebots und nicht auf den Inhalt bezieht, so Vorstandschef Ferdinand Kaiser gegenüber dem "Handelsblatt".

Vom hochauflösenden Fernsehen hoffe der Konzern auf ein gewinnbringendes Zusatzgeschäft - denn HDTV brauche wegen der hohen Datenmengen zusätzliche Satellitenkapazitäten. Anders als in den USA stecke das hochauflösende Fernsehen in Deutschland noch in den Kinderschuhen. SES Astra strahlt derzeit 80 HDTV-Kanäle europaweit aus, so das "Handelsblatt"

Um HDTV-Programme der privaten Sender sehen zu können, soll der Verbraucher eine monatliche Gebühr zahlen. Die öffentlich-rechtlichen Sender hatten bereits letzte Woche ihre Zweifel hinsichtlich einer Gebühr für das HDTV-Programm der HD-Plus-Plattform geäußert.

Quelle:

http://www.digitalfernsehen.de

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Sevenload macht Suchergebnisse in 3D möglich ...

Sevenload, das Social Media Netzwerk und Tochterunternehmen von Pro Sieben, zeigt ab sofort seine Videos und Fotos in den Suchergebnissen dreidimensional.

Nach eigenen Angaben kann der Nutzer zwischen der normalen Ansicht und einer neuen Darstellung in 3D wählen.

Eine browserunabhängige 3D-Applikation des 3D-Anbieters Cooliris soll dem Nutzer kürzere Ladezeiten ermöglichen. Außerdem könne der Anwender so auf Suchergebnisse, die sich über mehrere Seiten erstrecken, verzichten. Alle Ergebnisse werden übersichtlich auf der 3D-Wand dargestellt, so Sevenload.

Um die Suchergebnisse auf der 3D-Wand darzustellen, genüge en Klick auf das Cooliris-Logo. Im Browser öffne sich dann ein Fenster mit Vorschaubildern, das alle gefundenen Videos und Fotos bei Sevenload auflistet. Mit einen weiteren Klick sollen die Inhalte dann direkt angezeigt werden.

Quelle:

http://www.digitalfernsehen.de

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Beck fordert von ARD und ZDF unverschlüsseltes HDTV-Programm ...

Die öffentlich-rechtlichen Sender müssen nach Aussage des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) auch im neuen HDTV-Format (High Definition Television) unverschlüsselt zu empfangen sein.

Nach dem anstehenden Wechsel werde "der Markt zeigen, inwieweit die Fernsehzuschauer vom Mehrwert der Qualitätssteigerung überzeugt sind", sagte Beck am Montag auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Beck ist auch Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder.

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF starten ab Februar 2010 den HDTV-Regelbetrieb. Neben den Rundfunkgebühren sollen keine zusätzlichen Kosten für HDTV anfallen. Die privaten Sender wollen ihr Programm in dem hochauflösenden Format jedoch über Satellit gegen Gebühr ausstrahlen.

Beck appellierte auch an die Betreiber der Kabelnetze, ihren Kunden HDTV-Fernsehen nicht vorzuenthalten. Es sei klar, dass höhere Produktions- und Übertragungskosten refinanziert würden. "Auf keinen Fall dürften diese höheren Kosten aber zulasten der Programmqualität gehen", forderte Beck.

Der anstehende Wechsel vom alten Fernsehstandard zu HDTV sei ein "Quantensprung für die Qualität von Bild und Ton", betonte Beck. Der Wechsel sei vergleichbar mit der Umstellung von Schwarzweiß- auf Farbfernsehen. (dpp)

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Anga: ARD/ZDF sollen Kosten für HDTV-Programme via Kabel übernehmen ...

Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. (Anga) fordert ARD und ZDF auf, sich bei der HDTV-Verbreitung via Kabel finanziell zu beteiligen.

Die Einspeisung künftiger HDTV-Programme müsse zu den allgemein üblichen Konditionen erfolgen, so der Kabelverband.

Es könne nicht sein, dass die Öffentlich-Rechtlichen für die HDTV-Übertragung über Satellit Millionen an Astra bezahlen würden, sich im Kabelnetz allerdings nicht an den Verbreitungskosten beteiligen wollten, sagt Thomas Braun, Verbandspräsident der Anga.

Dies widerspreche dem Grundversorgungsauftrag von der ARD und dem ZDF. Auch Kabelkunden hätten ein Recht darauf, HDTV-Proramme zu den marktüblichen Konditionen zu empfangen.

Die HDTV-Verbreitung nehme in etwa die vierfache Bandbreite eines Digitalprogramms in Standardauflösung (SD) in Anspruch. "ARD und ZDF lassen für die Satellitenverbreitung hemmungslos Gebührengelder sprudeln, erwarten aber, dass die Kabelnetzbetreiber die Mehrkosten auf die Kabelkunden abwälzen", so Thomas Braun.

Diese "Diskriminierung" der Kabelzuschauer sei nicht hinnehmbar und verletze den öffentlich-rechtlichen Auftrag. "Verbraucher mit Kabelanschluss sind nicht die Melkkühe für öffentlich-rechtliche Querfinanzierungsmodelle. Über keine Infrastruktur lassen sich TV-Programme – einschließlich HDTV – reichweitenstärker, zuverlässiger und preiswerter verbreiten als über das Kabel", betonte der Verbandspräsident.

Quelle:

http://www.digitalfernsehen.de

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Neue ZDF-Studios - Lob und Kritik ...

Die neuen ZDF-Nachrichtenstudios kommen einer ZDF- internen Studie zufolge zum großen Teil gut beim TV-Publikum an.

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" beurteilen 77 Prozent der Zuschauer das Studio als "gut" oder "sehr gut". Ein ZDF- Sprecher bestätigte am Samstag, es habe eine interne Untersuchung der Abteilung Medienforschung gegeben, zu Details nahm er jedoch keine Stellung.

Kritik kam vor allem von älteren Zuschauern, die unter anderem die wandernden Linienelemente kritisiert hätten. Auch empfanden Befragte es als unnatürlich, dass im neuen Studio die Interviewpartner nicht mehr frontal nebeneinander zu sehen sind, sondern im Halbprofil zueinander gekippt sind. Auch erschienen Moderatoren wie Steffen Seibert unsicher, wenn sie in den neuen virtuellen Erklärräumen agierten.

Das ZDF wolle nun den grafischen Auftritt behutsam anpassen. Die Unsicherheit der Moderatoren in den Erklärräumen werde mit zunehmender Routine ohnehin verschwinden, hieß es. Das neue virtuelle Studio (Kosten: rund 30 Millionen Euro) hatte am 17. Juli seinen Betrieb aufgenommen. Bereits Ende Juli hatte das ZDF eine Nachbesserung nach anfänglicher Kritik angekündigt. Unter anderem wurden die Temperaturmarkierungen auf den Wetterkarten vergrößert und die Lesbarkeit der Schrift verbessert. (dpa)

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IFA: Verband für Privatsender will Verbraucherinfos zur Digitalisierung unterstützen ...

Der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e.V., Jürgen Doetz, spricht sich für bessere Verbraucherinformationen als Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung aus.

"Die privaten Fernsehsender Deutschlands investieren in die digitale Zukunft und stellen sich den Herausforderungen der konvergenten Medienwelt", erklärte der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e. V. (VPRT), Jürgen Doetz, auf einer Veranstaltung im Rahmen der IFA in Berlin.

Von besonderer Bedeutung sei es, die Verbraucher umfassend und transparent über die Vorteile der neuen Angebote zu informieren. Hierzu müssten sich Gerätehersteller und Programmanbieter enger abstimmen.

Der Verbraucher werde zu oft mit "HD ready"- und "Full HD"-Aufklebern auf neuen Fernsehgeräten bei seiner derzeit anstehenden Kaufentscheidung für das "digitale Wohnzimmer" allein gelassen, findet Doetz. Es sei ihm nicht zuzumuten, sich ohne begleitende Informationen - beispielsweise über Art, Umfang und Empfangsbedingungen des neuen Astra-Angebotes HD Plus, über das demnächst u. a. RTL, Vox, Pro Sieben und Sat 1 in HDTV-Qualität zu sehen sein werden, oder das HDTV-Angebot von Sky "im Dickicht aus Technologien und Standards" zurechtzufinden.

So würden etwa viele Besitzer eines Flachbildschirmes mit dem HD-ready-Zeichen glauben, dass sie auch ohne Box HDTV-Programme empfangen könnten. "Hier sind wir gemeinsam mit den Geräteherstellern und im besten Falle auch gemeinsam mit dem Handel und den Verbraucherschützern gefordert, die Zuschauer sicher in die digitale Welt zu begleiten", so Doetz weiter.

Die Vielzahl neuer Übertragungsformen und sich permanent weiterentwickelnde Endgeräte stellten die privaten Fernsehveranstalter vor die große Herausforderung, ihre Angebote möglichst für alle unterschiedlichen Plattformen und Endgeräte aufzubereiten. Dies sei mit hohen zusätzlichen Kosten verbunden, die die Sender aus dem Markt refinanzieren müssten.

Gerade in Krisenzeiten und mit der Last der besonders restriktiven Rundfunkregulierung sei dieser zusätzliche Kostenblock nur schwer zu tragen. Die Digitalisierung müsse von der Politik als insgesamt volkwirtschaftlich wichtiger Konjunkturtreiber verstanden werden, so der VPRT-Präsident.

Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Politik auf breiter Front und mit hohem Finanzeinsatz die Breitbandversorgung fördere, die Digitalisierung des Rundfunks mit den Chancen und Herausforderungen jedoch kaum zur Kenntnis nehme. Der Gesetzgeber müsse die Rahmenbedingungen der privaten Medienunternehmen mit dem Ziel einer liberalen und fairen Medienordnung überarbeiten.

Quelle:

http://www.digitalfernsehen.de

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Microsoft will Teile des Office-Pakets kostenlos ins Netz stellen ...!

Microsoft will einfache Anwendungen der neuen Generation seines Bürosoftware-Pakets Office kostenlos ins Internet stellen.

Diese seien für Privatkunden werbefinanziert und damit kostenlos, während Unternehmen weiterhin für leistungsfähige Anwendungen Lizenzen erwerben müssten, sagte Microsoft-Deutschland- Chef Achim Berg dem "Tagesspiegel" (Montag). Office-2010 soll in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres auf den Markt kommen.

Nach Bergs Angaben stößt das neue Betriebssystem Windows 7 bei den Nutzern auf gute Resonanz. Seit Februar hätten Millionen von Testern ihre Rückmeldungen zu Windows 7 gegeben, auch aus Deutschland. Microsoft habe viele Verbesserungsvorschläge umgesetzt. Die fertige Version soll es vom 22. Oktober an geben. (dpa)

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TV-Plattform: Gemeinsame Lösungen und offene Standards im TV-Zukunftsmarkt gefordert!

Millionen Haushalte in Deutschland sind von den Umbrüchen des digitalen Fernsehmarktes betroffen: immer mehr HDTV-Fernsehprogramme sind verfügbar und die Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens in 2012 kündigt sich an.

Dazu entstehen neue Kombinationen von TV und Internet mittels Hybriden TV-Geräten und die terrestrische Rundfunkverbreitung steht kurz vor einer Revolution.

"Unsere vier Arbeitsgruppen setzen sich intensiv für offene Branchenlösungen sowie einen koordinierten Digital-Umstiegs ein", sagte Gerhard Schaas, Vorstandsvorsitzender der Deutschen TV-Plattform bei der IFA-Pressekonferenz.

Zum Auftakt der traditionellen Informationsveranstaltung am 4. September in Berlin analysierte Schaas, Vorstand der Loewe AG, vier prägende Trends der deutschen TV-Marktentwicklung. Die fortschreitende Digitalisierung bringt veränderte Geschäftsmodelle mit sich, und führt so auch zu Herausforderungen für Industrie, Handel und Verbraucher. Von der sich abzeichnenden Analogabschaltung der Satellitenübertragung sind nach heutigem Stand etwa 18 Mio. Haushalte betroffen.

Dies erfordert einen koordinierten Umstieg mit Beteiligung aller Marktpartner. Die TV-Plattform stellt hierfür mit der Arbeitsgruppe Digitalisierung ein geeignetes Gremium zur Verfügung. Auf die Veränderungen des Marktes reagiert die Deutsche TV-Plattform neben der strukturellen Reorganisation auch mit besserer Information und Aufklärung der Verbraucher. "Wir beteiligen uns verstärkt an Branchentreffen, beziehen medienpolitisch Stellung und agieren als Forum für Fachexperten und interessierte Kunden", resümierte Schaas den Auftrag der Deutschen TV-Plattform.

Über Chancen und Risiken in der digitalen Terrestrik klärten bei der Pressekonferenz zwei führende Experten der Deutschen TV-Plattform auf. Dr. Helmut Stein, Vorstandsmitglied und Leiter der Arbeitsgruppe Terrestrik der TV-Plattform, erläuterte das umfangreiche Aufgabenspektrum, das den bereits vollständig digitalisierten Fernsehübertragungsweg DVB-T erwartet. Herausforderungen bestehen derzeit insbesondere in der Gewährleitung des sogenannte Handover zwischen einzelnen Verbreitungsgebieten – der Handover ist für die mobile Nutzung von DVB-T wichtig und betrifft insbesondere die Nutzer von Automobilen, die mit DVB-T Antennen ausgestattet sind. Neben den Vorteilen der mobilen Nutzung werden verbesserte Kompressionsverfahren und effizientere Standards wie DVB-T2 wird den Zuschauern künftig noch mehr Programmvielfalt über die Antenne bieten. "Vielversprechend" ist laut Dr. Stein auch die Weiterentwicklung im Mobilfunk - bekannt als Long Term Evolution (LTE).

Dass die gemeinsame Nutzung terrestrischer Frequenzen durch Mobilfunk und Rundfunk aber auch erhebliche Risiken birgt, verdeutlichte Prof. Dr. Reimers: Millionen zufriedene Nutzer von DVB-T und KAbel in Deutschland werden von den zu erwartenden Störungen betroffen sein, wenn die Digitale Dividende an den Mobilfunk vergeben wird, ohne dass technische Vorkehrungen getroffen werden. "Noch hat Deutschland kein tragfähiges Gesamtkonzept für das neue UHF-Band", stellte Prof. Reimers, Vorstandsmitglied der Deutschen TV-Plattform fest: "Forschungen zur Verträglichkeit tun Not".

Zum Abschluss der Pressekonferenz lud der Vorstand alle Interessierten ein, sich am Stand der Deutschen TV-Plattform im TecWatch (Halle 5.3, Stand 7) während der gesamten IFA bis zum 9. September umfassend über Technologietrends zu informieren. Zusammen mit dem Genfer DVB-Projektbüro, das weltweit für die Entwicklung von digitalen Fernsehstandards zuständig ist, bietet die TV-Plattform Aufklärung über alle wichtige Trends des digitalen-TV-Marktes. Neben Aufklärungs-Broschüren für Verbraucher stehen auch Experten für Fachgespräche zur Verfügung.

Quelle:

http://www.digitalfernsehen.de

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IFA: Hoher Informationsbedarf beim Kauf von Flachbildfernsehern ...

Im Mittelpunkt der diesjährigen Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin stehen wie in den Vorjahren auch hochauflösende Flachbildfernseher (HDTV).

Die Verbraucher, die am Samstag durch die Hallen auf dem Messegelände unterm Funkturm schlendern, staunen über gestochen scharfe Farbbilder und präzise Wiedergaben selbst sehr schneller Bewegungsabläufe auf immer flacheren Monitoren. Neben Verbesserungen in der Bildqualität wirbt die Industrie mit der gesteigerten Energieeffizienz ihrer Geräte. "Braucht so wenig Strom wie ein Kaktus", heißt es beim Flat-TV eines deutschen Herstellers.

Selbst die Stiftung Warentest urteilte Ende Juli: "Unterm Strich werden die Flachbildfernseher immer besser. Viele Kinderkrankheiten sind ausgeheilt. Inzwischen kann sich der Kauf eines Flachfernsehers lohnen." Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) gibt aber zu bedenken, dass es auch im HD-Zeitalter große Unterschiede in Bild, Ton und Ausstattung gibt. "Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte deshalb nicht 'blind' zugreifen - ein HDTV-Gerät muss man vor dem Kauf im richtigen Betrachtungsabstand 'in Aktion' gesehen haben", heißt es in der gfu-Broschüre "Einkaufsberater HDTV".

Alleine der 15-seitige Umfang des Papiers im Taschenformat lässt erahnen, wie groß der Informationsbedarf ist. Selbst Branchenvertreter wie Loewe-Pressesprecher Roland Raithel sprechen angesichts der Vielzahl der Produkte und ihrer unterschiedlichen Ausstattungen von einem unübersichtlichen Markt für Flachbildfernseher. Und Philips-Marketingmanager Markus Brendel rät dem Verbraucher "dringend" dazu, sich von einem qualifizierten Verkäufer beraten zu lassen. Die Verwirrung beginnt schon bei der Kennzeichnung. Geräte mit dem "HD ready"-Logo können hochauflösendes Fernsehen zwar zeigen, benötigen dafür aber ein externes Empfangsteil, das über ein HDMI-Kabel mit dem TV-Gerät verbunden wird. Steht dagegen "HDTV" auf dem Gerät, ist der HD-Tuner eingebaut.

Nach gfu-Angaben steigt die Zahl der TV-Geräte mit integriertem Empfänger ständig. Während Geräte mit "HD ready"-Logo die Mindestanforderungen für Empfang und Darstellung hochauflösender Bilder erfüllen, bieten Fernseher mit "Full HD"-Kennzeichnung die bestmögliche Bildqualität. Ein HDTV-Signal hat bis zu fünf Mal mehr Pixel als das konventionelle TV-Bild, was mehr Schärfe und Brillanz bedeutet. Auch der Ton sei im HD-Format wesentlich besser, versprechen der Hersteller. Zu den Kinderkrankheiten zählten unter anderem rucklige Abbildungen schneller Bewegungsabläufe wie bei Sportsendungen. Dieses Defizit konnte die Industrie den Angaben zufolge inzwischen mit der 100- oder 200-Herz-Technologie ausräumen. Da aber bisher nur wenige Sender ihre Programme in HD-Qualität senden, kommen die meisten Verbraucher nur beim Abspielen von DVD- oder Blu-ray-Discs auf einem an das TV-Gerät angeschlossenen HD-Player in den Genuss der scharfen Bilder, die ihr HD-Fernseher widergeben kann.

Doch bald sollen die HD-Signale auch über das Kabel kommen. Der Testlauf der HD-Übertragung der Leichtathletik-Weltmeisterschaft im August durch ARD und ZDF sei extrem erfolgreich und technisch reibungslos verlaufen, sagt ARD-Vizechef Fritz Raff. Zu den Olympischen Winterspielen im kanadischen Vancouver im Februar 2010 wollten die Öffentlich-Rechtlichen dann sukzessive ihr Programm auf das HD-Format umstellen. Die Privatsender in Deutschland wollen damit im November und Januar beginnen. Im Gegensatz zu ARD und ZDF wollen sie ihre Programme auf der Plattform HD Plus des Satellitenbetreibers Astra verschlüsseln und für den Empfang Gebühren verlangen. Im Gespräch sind monatlich 4,50 bis 5,00 Euro.

Die öffentlich-rechtlichen Sender scheuen dagegen davor zurück, neben den GEZ-Gebühren den Kunden weitere Kosten zuzumuten. Für den Empfang der HD-Programme der Privaten ist entweder ein Digitalreceiver mit eingebautem Kartenleser oder eine sogenannte CI-Plus-Schnittstelle notwendig. Bislang sind mit CI Plus nur die wenigsten Geräte ausgestattet. Während die Industrie immer bessere HDTV-Geräte produziert, trägt die an Schärfe zunehmende Diskussion um die geplanten HD-Gebühren der Privatsender zur Verunsicherung der Verbraucher bei. Mehr noch: Raff ist der Auffassung, dass die Privatsender mit ihrem Vorhaben die erfolgreiche Einführung des HD-Signals gefährden. (ddp)

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Fernsehen für alle Menschen

Ein Digitalfernsehen für alle Menschen, ungeachtet von Alter oder Behinderung. Das ist das Ziel des von Brunel University London geführten EU-Vorhabens DTV4All.

Gemeinsam mit Programmveranstaltern und Geräteherstellern soll die Fernsehnutzung für Menschen mit physischen, altersbedingten oder mentalen Behinderungen leichter gestaltet werden. Das Institut für Rundfunktechnik präsentiert zusammen mit dem Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) und weiteren Projektteilnehmern erste Projektergebnisse. DTV4All ist Partner der Europäischen Rundfunkunion (EBU) am Stand 10.D21.

DTV4All (Digital Television for all) wird von der EU-Kommission im Rahmen von ICT PSP (Information and Communication Technology – Policy Support Programme) gefördert. In DTV4All werden derzeit bestehende und neue Methoden für einen barrierefreien Fernsehzugang untersucht. Ziel ist mit Hilfe von umfangreichen Feldversuchen in den vier europäischen Ländern Dänemark, Deutschland, Italien und Spanien diese Methoden zu testen, damit möglichst bald ein barrierefreier Zugang im täglichen Betrieb europaweit realisiert werden kann. Damit verstärkt die Kommission ihre Bemühungen, alle Menschen in die Informationsgesellschaft einzubeziehen und an der damit verbundenen Lebensqualität teilhaben zu lassen.

Für die Zukunft entstehen im Projekt DTV4All auch neue Methoden für barrierefreie Dienste. Hochaufgelöstes Fernsehen (HDTV) und hybride TV-Empfänger ermöglichen verbesserte Darstellungsoptionen für den Bildschirm und Internet-Zugang per Knopfdruck auf die Fernbedienung. Damit werden beispielsweise Teletext-Angebote und die Untertitelung deutlich besser lesbar. Über den Internet-Zugang lassen sich auch Gebärdensprecher in das Originalbild des hybriden TV-Empfängers einblenden. In der Tontechnik sorgt das Verfahren “Clean Audio“ für Fortschritte. Dabei können zur besseren Verständlichkeit für Menschen mit Hörschäden komplexe Toninhalte vereinfacht werden, man kann beispielsweise den Dialog beeinträchtigende Hintergrundgeräusche oder als störend empfundene Hintergrundmusik im gewünschten Maße unterdrücken.

Die Projektpartner demonstrieren am Stand 10.D21 der EBU eine sprechende Programmzeitung, die akustische Wiedergabe von Teletextseiten sowie eine verbesserte Form der Untertitelung, die in Deutschland mit der Einführung von HDTV angeboten werden soll. Als Gast führt die BBC ein Verfahren vor, mit dem verschiedene Untertitel für ein laufendes TV-Programm über das Internet ausgewählt werden können.

Die Projektpartner in DTV4All sind: Brunel University London (Projektkoordinator), Danmarks Radio, Institut für Rundfunktechnik, Radiotelevisione Italiana (RAI), Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Red Bee Media Ltd., Televisió de Catalunya, Universitat Autònoma de Barcelona.


www.psp-DTV4All.org

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